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Versicherungen-Deutschland.de
16.06.2010

Gesetzliche Krankenkassen in Finanznot – Droht eine Pleitewelle?

Die Luft für einige gesetzliche Krankenkassen wird immer dünner. Nachdem bereits die City BKK und die BKK Heilberufe Insolvenzgefahr angemeldet hatten, musste nun nach Angaben der Financial Times Deutschland auch die Gemeinsame Betriebskasse Köln diesen Schritt vollziehen. Eine Insolvenz hätte maßgebliche Folgen für alle weiteren Betriebskrankenkassen, denn diese haften zunächst für die Verbindlichkeiten der insolventen Kasse. Angestrebt wird zunächst eine Fusion, die Gespräche dazu stehen jedoch erst am Anfang.
 
Kaum zu retten sein dürfte dagegen die City BKK. Nach SPIEGEL-Informationen wird die City BKK zum 1. September auf Drängen des Bundesversicherungsamtes und des Bundesgesundheitsministeriums geschlossen. Insider rechnen mit Kosten in Höhe von rund 150 Millionen Euro, die durch die Schließung innerhalb des BKK-Haftungsverbundes umgelegt werden müssten. Ein fataler finanzieller Dominoeffekt innerhalb des Kassenverbundes ist dabei nicht auszuschließen.

Doch auch die großen Player unter den gesetzlichen Krankenkassen kämpfen mit einer chronischen Unterfinanzierung. Berichten der Financial Times Deutschland zufolge drohte auch der DAK ein Minus von 800 Millionen Euro in 2011. Diese Berichte wurden von Seiten der DAK jedoch zurückgewiesen. Vielmehr verwies der Pressesprecher auf die Notwendigkeit anderer gesetzlichen Kassen, den Zusatzbeitrag flächendeckend einzuführen.

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