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Versicherungen-Deutschland.de
27.05.2010

Neuer BVA-Chef hält den Gesundheitsfonds für fehlkonstruiert

Der neue Präsident der Bundesbehörde für die Rechtsaufsicht der deutschen Sozialversicherungen (BVA), Maximilian Gaßner, übt in einem Interview mit der „Wirtschaftswoche“ Kritik am Gesundheitsfonds.

So soll der Gesundheitsfonds gemäß Schätzungen der BVA für das Jahr 2011 eine Unterdeckung von rund 11 Milliarden Euro aufweisen. Gemäß der gesetzlichen Novellierung können die gesetzlichen Krankenkassen zur Deckung ihres eventuellen finanziellen Fehlbetrags so genannte Zusatzbeiträge in Höhe von bis zu einem Prozent des Gehalts erheben. Gaßner äußert schwerwiegende Zweifel, ob die Zusatzbeiträge in dieser Form allein ausreichend sind, um die künftigen Finanzierungsdefizite auszugleichen, denn die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben klafft trotz intensivierter Sparbemühungen der gesetzlichen Krankenkassen weiter auseinander. Gaßner plädiert für eine generelle Erhöhung der Einnahmenseite und eine grundlegende Anpassung des Gesundheitsfonds. Der Versicherte verlange Ehrlichkeit und Transparenz. Dies sei durch die aktuelle gesetzliche Regelung jedoch nicht in vollem Umfang gewährleistet. Vielmehr würden letztlich Fehlanreize gefördert, die den ursprünglichen Zielen des Gesundheitsfonds zuwiderlaufen.

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