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Britische Lebensversicherung - Wissenswertes (1)

Nachfolgend finden Sie weiterführende Informationen zu den Themen

Britische Lebensversicherungen im Vergleich zu deutschen Versicherungen


 deutsche
britische
Renditechancen
ca. 4-6 % nach Kostenca. 6-8 % nach Kosten
Aktienquote
gesetzlich begrenzt auf 35 %
flexibel, i. d. R. 50-80 %
garantierter
Rechnungszins
2,25 %zwischen 1 und 1,5 %
Renditen seit 30 Jahren ca. 5 % pro Jahr
ca. 8 % pro Jahr
Bildung stiller Reserven
ja (Niedertswertprinzip)
nein (Verkehrswertprinzip)
Transparenz geringhoch, da Offenlegungspflicht
Versicherungsaufsicht
deutsche
deutsche und englische
Kosten
hohe Kosten durch Vertriebssystem
geringere Kosten, da kein eigener Außendienst

Deutsche Versicherungen

Aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen investieren deutsche Versicherungen traditionell in großem Umfang in festverzinsliche Assets. Der deutsche Gesetzgeber gebietet eine Mindestquote mündelsicherer Anlagen in Höhe von 65%, so dass maximal lediglich 35% des Anlagevermögens in Aktien investiert werden können. Die jahrelange Praxis deutscher Versicherer unterbot diesen theoretischen Wert trotz der relativ langen Niedrigzinsphase jedoch oftmals bei weitem. Durchschnittliche Aktienquoten unterhalb von 10% sind bei verschiedenen Versicherern keine Seltenheit. In letzter Konsequenz sahen sich die deutschen Lebensversicherer daher oftmals gezwungen, stille Reserven zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen aufzulösen.

Britische Versicherungen

Im Gegensatz zu ihren deutschen Pendants können sich britische Versicherungen freier am Kapitalmarkt bewegen. Durch ein aktives Anlagemanagement kann je nach Marktlage eine flexible Umschichtung zu einer unterschiedlich starken Gewichtung von Aktien und festverzinslichen Wertpapieren führen. In der Praxis vieler britischer Versicherer wurden in der Vergangenheit 50 bis 80 % der Kundenanlagen in Aktien investiert. Dies erklärt die vergleichsweise hohen Renditen gegenüber deutschen Versicherern.

Unterschiedliche Bilanzvorschriften

Gemäß der deutschen Rechnungslegung ist es den hiesigen Versicherungsunternehmen möglich, nach dem so genannten Niederstwertprinzip zu bilanzieren. Dabei können stille Reserven durch Unterbewertung von Vermögenswerten gebildet werden. Stille Reserven sind jedoch ein zweischneidiges Schwert. Sie kommen zunächst dem Unternehmen und deren Eigentümern zugute, jedoch werden dem Versicherten auf diese Weise am Marktpreis bemessene tatsächlich erzielte Gewinne vorenthalten.

Hohe Transparenz bei britischen Versicherungen

Der britische Markt für Versicherer ist durch seine vergleichsweise hohe Transparenz und starken Wettbewerb gekennzeichnet, daher sind Vergleiche unter den Versicherungsunternehmen problemlos möglich. Der hohe Wettbewerbsgrad und die ständige Bestrebung nach effizienten Verwaltungs- und Vertriebsstrukturen hat für den Kunden zudem den positiven Nebeneffekt, dass die Kostenquoten der Versicherungen sehr niedrig ausfallen.

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